Körperpsychotherapie

Warum Körpertherapie oder Körperpsychotherapie

In der Körperpsychotherapie, oft auch als Körpertherapie bezeichnet, gehen wir vom Grundsatz aus, dass Körper und Psyche einander bedingen. Seelische Leiden spiegeln sich im Körper wider.

Vielfach geht uns jedoch im Alltag das Bewusstsein für unseren Körper verloren. Warnsignale werden nicht (mehr) wahrgenommen oder unbewusst verdrängt. Um es am Bild des Eisberges zu erklären: Wir nehmen erst dann ein Ungleichgewicht wahr, wenn wir die Spitze sehen können. Diese zeigt sich dann sehr oft in Form von psychosomatischen Beschwerden (Rückenschmerzen, Sodbrennen, Magenschmerzen etc.) oder auch als psychische Leiden wie z.B. Depressionen, Ängste oder verstärkte Gereiztheit.

In der Therapie begleite ich Sie, sich den darunter liegenden tieferen Ursachen anzunähern und in einem für Sie stimmigen Tempo Änderungen zu bewirken. Neben einem tiefenpsychologischen Ansatz bildet dabei die Arbeit mit  Atmung, Körper- und Stimmausdruck den Schwerpunkt der Sitzungen.


"Den Körper über die Seele heilen, die Seele über den Körper heilen."

Gerda Boysen


Wie lange dauert die Therapie?

Diese Frage wird mir häufig gestellt. Sehr oft werden durch Klienten bereits nach wenigen Sitzungen spürbare Veränderungen wahrgenommen. Man spürt sich sozusagen wieder. Allein dieser Umstand kann eine neue Lebensqualität verschaffen. Möchte man dieses Erleben dauerhaft integrieren, dann bedarf es meist Veränderungen. Diese sind für uns Menschen von Natur aus nicht einfach und mitunter auch schmerzhaft. Die Erfahrungen, die wir dabei sammeln, geben uns aber die Kraft und die Freude für den nächsten Schritt.

 

Körperorientierte Traumaarbeit

Viele Menschen haben in Ihrem Leben traumatische Erfahrungen machen müssen. Das können Missbrauchserfahrungen (körperlicher, sexueller oder auch psychischer Missbrauch) aber auch einschneidende Erlebnisse wie z. B. Trennungssituationen oder Unfälle sein. 

Dabei ist der natürliche Reflex des Kämpfens oder der Flucht nicht möglich gewesen, der Körper "erstarrt". Es kommt in dem Fall zu einer Stressüberwältigung als Reaktion auf das Ereignis. Die Energie ist dabei so hoch, dass sie nicht wieder auf Normalzustand abgebaut werden kann und sozusagen im Körper festhängt. Als Folge erleben die Betroffenen körperliche und insbesondere psychische Symptome.

Ist ein Mensch in den frühen Lebensjahren häufig oder auch über lange Zeiträume einer solchen Stressüberflutung ausgesetzt, hat das Auswirkungen auf die Entwicklung der Persönlichkeit. Spätere Anzeichen dafür können u.a. geringes Selbstwertgefühl, Beziehungsschwierigkeiten, dauerhaft hohes Stresslevel oder verminderte Körperwahrnehmung sein.

Da sich das Trauma somit in seiner Entstehung als Reaktion des Körpers (Erstarren) auf ein oder mehrere Ereignisse darstellt, liegt es nah, die Heilung des Traumas über die Körperwahrnehmung mithilfe einer Körpertherapie zu beginnen.